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Stephan Genz

Stephan Genz

Bariton

Der in Erfurt geborene deutsche Sänger erhielt seine musikalische Ausbildung als Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Er studierte
an der Hochschule für Musik Leipzig bei Hans-Joachim Beyer und an der Hochschule in Karlsruhe bei Mitsuko Shirai und Hartmut Höll.
Gleichzeitig arbeitete er mit Dietrich Fischer-Dieskau und mit Elisabeth Schwarzkopf, die ihn über mehrere Jahre betreute. Stephan Genz gewann Preise bei verschiedenen internationalen Wettbewerben, unter anderem beim Internationalen Brahms-Wettbewerb in Hamburg (1994) und beim Internationalen Hugo Wolf-Wettbewerb in Stuttgart (1994). 1998 wurde ihm der Brahms-Preis des Landes Schleswig- Holstein verliehen, im Jahr 2000 wählte ihn die belgische Musikkritik zum «Young Artist of the Year». Seither führen ihn Gastverträge an führende
Opernhäuser weltweit: Staatsoper Berlin, Semperoper Dresden, Staatsoper Hamburg, Opéra National de Paris (Garnier), Teatro alla Scala Milano, Théâtre des Champs -Elysées, Grand Théâtre de Genève, Teatro La Fenice in Venedig, die Opernhäuser in Strasbourg, Köln, Parma und Monte Carlo und die Festivals in Aix-en -Provence und Baden-Baden. Er arbeitete mit Giuseppe Sinopoli, Kent Nagano, Kurt Masur, Myung-Whun Chung, Marcus Creed, Gerd Albrecht, DanielHarding, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Thomas Hengelbrock, Jesùs Lòpez-Cobos, Fabio Luisi, Jeffrey Tate, Mario Venzago, Eliahu Inbal und Nikolaus Harnoncourt zusammen.
Seit seinem erfolgreichen Debut in der Wigmore Hall London gibt er Liederabende in den bedeutenden Musikzentren der Welt, so unter anderem in Paris (Châtelet, Champs-Elysées, Louvre, Salle Gaveau), Philharmonie Köln, Alte Oper Frankfurt, Brüssel (Opéra La Monnaie), Concertgebouw Amsterdam, New York (Frick Collection, Alice Tully Hall, Rockefeller Center), San Francisco, Montreal, Washington,Tokyo (Oji Hall, Opera City Hall), Kyoto, Osaka, Maggio Musicale Firenze, Edinburgh Festival, Luzern, Zermatt Festival u.a.m..
Über 50 CD-Einspielungen dokumentieren das breit gefächerte Repertoire des Sängers. Seine Rezital-Aufnahmen wurden international mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet: Gramophone-Award, Preis der deutschen Schallplattenkritik, Timbre de Platin und diverse Dipapason d´Or. In letzter Zeit war Stephan Genz auf der Opernbühne zu hören als Eisenstein in der Fledermaus, als Guglielmo in Cosi fan tutte bei den Festspielen in Baden-Baden, als Frank und Fritz in Korngolds ToteStadt am Teatro La Fenice in Venedig, als Demetrius in Brittens «Midsummer Night´s Dream» am Grand Théâtre de Genève.
Seit September 2012 ist Stephan Genz Professor für deutsches Repertoire am Conservatoire National Supérieur de Paris. An der Universität Mozarteum Salzburg doziert Stephan Genz seit 2020 innerhalb der Professur für Lied und Oratorium.